Kimono-Lehrerin Yoko SAWA im Hetjens-Museum

Kimono-Show und Kimono-Anlegen am 13. Dezember 2009

Die rund anderthalbstündige Kimono-Veranstaltung am Sonntag, dem 13. Dezember 2009, ab kurz nach 13:30 Uhr im Hetjens-Museum Düsseldorf war ein farbenfrohes und vielfältiges Ereignis und stieß auf große Resonanz.

Die Museumsleiterin Frau Dr. Sally Schöne begrüßte die zahlreichen Zuschauer und freute sich über die erneute Zusammenarbeit mit dem Japanischen Generalkonsulat Düsseldorf. Herr Generalkonsul Shin Maruo , der die Veranstaltung initiiert hatte, berichtete, dass die Idee, im Rahmen der Jubiläumsausstellung „Faszination des Fremden: China – Japan – Europa“ zum 100. Geburtstag des Museums Kimono zu präsentieren, auf einen glücklichen Zufall zurückging, durch den er beim Besuch eines japanischen Unternehmens von der Existenz einer Kimono-Expertin erfahren hatte.


Links: Mutter mit neu geborenem Mädchen beim Schreinbesuch
Mitte: Junge Dame im einlagigen Kimono ohne Innenfutter in der Regenzeit
Rechts: Junge Dame mit Sonnenschirm im federleichten Sommerkimono aus Seidengaze
© Japanisches Generalkonsulat Düsseldorf

Angesichts der gut durchdachten und attraktiv dargebotenen Vorführung mochte man kaum an einen Zufall glauben, eher an eine Vorsehung. Denn der diplomierten Kimono-Lehrerin Yôko SAWA, die derzeit in Düsseldorf privat in kleinem Kreis Unterricht im korrekten Anlegen eines Kimono erteilt, war es nicht nur gelungen, viele verschiedene Kimono-Arten zusammen zu stellen, sondern auch zahlreiche hier ansässige Japaner und einige japanbegeisterte Deutsche als Models zu gewinnen. Insgesamt 35 Personen aller Altersstufen zeigten vor voll besetztem Haus einen der visuell attraktivsten Bereiche der japanischen Kultur, der bis heute seinen Platz im Leben der Japaner hat und dem man vor allem bei Festen und bei der Ausübung traditioneller japanischer Kunstformen wie Teezeremonie und Ikebana begegnet.


Links: Zwei Damen in dezentem Kimono bei der Teezeremonie
Rechts: Junge Dame im prachtvollen furisode-Kimono, von ihrer Mutter begleitet
© Japanisches Generalkonsulat Düsseldorf

In der rund 45 Minuten dauernden Kimono-Show wurde der Kimono unter fachkundigen Erläuterungen von Frau Sawa im Laufe der Jahreszeiten präsentiert: vom Schulanfang im April und speziellen Kleidungsstücken für die Regenzeit im Juni über leichte, ungefütterte Kimono aus Seidengaze und Baumwolle im schwülwarmen Sommer, elegant-dezente Gewänder im kulturbeflissenen Herbst und solche zum Besuch von Schreinen und Tempeln zu speziellen Kinderfesten und Neujahr bis hin zur typischen Kleidung beim Schul- oder Universitätsabschluss im März und der prachtvollen Ausstattung der Verwandten von Braut und Bräutigam bei einer Hochzeit und Besuchern einer Party.


Links: Die Kimono-Lehrerin Yôko SAWA (ganz links) beim Binden des langen Kimonogürtels (obi) mit Model und Assistentin
Rechts: Perfekt angekleidetes Model im langärmligen furisode-Kimono
© Japanisches Generalkonsulat Düsseldorf

Im Anschluss daran führte Frau Sawa an einem deutschen Model vor, wie ein Kimono mit seinen diversen Einzelteilen korrekt angelegt und der lange Kimono-Gürtel ( obi ) besonders prachtvoll gebunden werden kann.


© Japanisches Generalkonsulat Düsseldorf

Eine derart vielfältige Darstellung der verschiedenen Kimono-Arten hat man in Düsseldorf zuletzt im Japan-Jahr 1999/2000 erleben können. Daher verfolgten die rund 170 Besucher die einzigartige Vorführung mit großem Interesse.


Frau Sawa (Mitte), umringt von den zahlreichen Models der Veranstaltung
© Japanisches Generalkonsulat Düsseldorf

Unser besonderer Dank für die gelungene Veranstaltung gilt Frau Dr. Schöne vom Hetjens-Museum und ihren Mitarbeitern, Frau Sawa und allen anderen beteiligten Japanern, die durch ihr großes Engagement einen derartigen Erfolg ermöglicht haben, sowie der Hermann Franzen KG, ohne deren großzügige finanzielle Unterstützung diese Veranstaltung nicht hätte realisiert werden können.

Es würde uns sehr freuen, wenn mehr Deutsche angeregt würden, sich mit dem Kimono als typischem Bestandteil japanischer Kultur ausführlicher zu befassen.

 

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