KRUPP STATT KÖLNER DOM

DIE IWAKURA-MISSION IN DEUTSCHLAND 1873
EIN FASZINIERENDER BLICK AUF DEN FRÜHEN DEUTSCH-JAPANISCHEN WISSENSCHAFTSAUSTAUSCH
Ausstellung 10.-31. Juli 2018
 
Veranstalter:
Ruhr-Universität Bochum
Japanisches Generalkonsulat Düsseldorf
 
Ort:
BLUE SQUARE – Universität zum Anfassen
Kortumstraße 90 | 44787 Bochum (Eingang Passage Voswinkel/Wonder Waffel)

Eröffnung am 9. Juli 2018 (Montag) um 18 Uhr

Begrüßung:
Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister der Stadt Bochum
Professor Dr. Axel Schölmerich, Rektor der Ruhr-Universität Bochum
Konsul Shinsuke Toda, Stellvertreter des Generalkonsuls von Japan in Düsseldorf

Öffnungszeiten:
Montag - Samstag 8-18 Uhr
 
Über die Ausstellung:
Als der US-amerikanische Admiral Perry 1853/54 mit seinen „Schwarzen Schiffen“ Japan zwang, das Land für den Handel mit dem Westen zu öffnen, wurde deutlich, dass eine Modernisierung nach westlichem Vorbild für den Erhalt der Souveränität Japans von existentieller Bedeutung war. Bald nach dem Wechsel der politischen Macht vom Tokugawa-Shogunat zum Meiji-Kaiser brach am 23. Dezember 1871 eine fünfköpfige Regierungsdelegation unter dem „Staatskanzler zur Rechten“ IWAKURA Tomomi in die Vereinigten Staaten von Amerika und nach Europa auf, um die dortigen Verhältnisse zu studieren und Informationen darüber zu sammeln, wie Gesellschaften in modernen Industrieländern funktionierten. Die Delegation, darunter Verwaltungspersonal, Wissenschaftler und Studenten, umfasste über 100 Personen.
Im Frühjahr 1873 kam die sog. „Iwakura-Mission“ auch nach Deutschland. Nach einem Abstecher zu den Kruppschen Werken in Essen, die sie dem Kölner Dom vorzog, reiste die Gesandtschaft unter anderem nach Berlin, Potsdam, Hamburg, Frankfurt und München. In Berlin traf sie mehrmals Kaiser Wilhelm I., Reichskanzler Bismarck und weitere hochrangige Beamte. Sie besuchte Krankenhäuser, Fabriken und Museen, zoologische Gärten, Regierungsbehörden, Schulen und weitere Institutionen und besichtigte Sehenswürdigkeiten. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse waren von großem Einfluss für die extrem schnelle Modernisierung Japans. Die Bedeutung dieser Reise kann daher nicht hoch genug eingeschätzt werden.
 
Mit Bildern, Zeitungsausschnitten, Karikaturen und Erläuterungen vermittelt die Ausstellung einen anschaulichen Eindruck von der Reise der Delegation aus japanischer und deutscher Sicht und von ihrer Bedeutung für die weitere Entwicklung Japans. Sie erinnert damit an den 150. Jahrestag der Meiji-Restauration von 1868.
 
「ケルン大聖堂ではなくクルップ工場へ
ー1873年のドイツにおける岩倉使節団ー」展覧会について
 黒船来航、そして明治天皇の即位後、岩倉使節団は欧米の慣習を学び、近代国家がいかに機能しているのかを調査するために米国と欧州に旅立ちました。同使節団には、100名を越える行政官、学者、学生が同行しました。
 1873年初頭、岩倉使節団はドイツを訪問し、エッセンのクルップ工場、ベルリン、 ポツダム、 ハンブルク、 フランクフルト、 ミュンヘン等を訪れました。ベルリンではヴィルヘルム1世やビスマルク、高級官僚と会談を行い、病院、工場、役所、学校といった様々な施設、観光名所を視察しました。この訪独で得られた知見は日本の急速な近代化に大きな影響を与えました。
 明治維新150周年を記念して行われる本展覧会は、当時の新聞記事、絵、風刺画、解説によって岩倉使節団の訪独の印象を日独両国の視点から伝え、この訪独が日本の近代化にもたらした影響を伝えるものです。
 
Konzept und Texte der Tableaux:
© Professor Dr. Peter Pantzer
Universität Bonn, Institut für Orient- und Asienwissenschaften (IOA), Abteilung für Japanologie
Gestaltung der Tableaux:
© Paul-G. Benkelberg, www.galerie-benkelberg.de
Träger der Ausstellung:
Engelbert-Kaempfer-Gesellschaft Lemgo e.V. - Deutsch-Japanischer Freundeskreis
 
Flyer zur Ausstellung